Das Diakonische Werk Freiburg feiert Abschied einer langjährigen Mitarbeiterin
- 22.08.2022 -
Manchmal geht ein Stück Geschichte mit
Unsere langjährige Mitarbeiterin Christiane Weiler hat sich nun endgültig in den Ruhestand verabschiedet. Nach ihrem offiziellen Renteneintritt im September 2020 blieb sie noch zwei weitere Jahre in einer geringfügigen Beschäftigung unserem Betreuungsverein erhalten. Frau Weiler hat in den über dreißig Jahren ihrer Tätigkeit das Bild des heutigen Diakonischen Werkes und seines Diakonievereins in Freiburg sichtbar mitgeprägt.
Bereits Ende 1988 übernahm sie die Sozialberatung von Ausgesiedelten aus Russland, Polen und von DDR-Übersiedlern in der Idingerstraße. Im Mai 1989 erhielt eine von Frau Weiler konzipierte Krabbelstube die Betriebserlaubnis. Gegründet wurde diese, um den Müttern unter ihren Klient:innen eine Möglichkeit zur Kinderbetreuung während ihrer Deutschkurse zu bieten. Letztendlich begründete diese Krabbelstube den immer noch wachsenden Bestand unserer Kindertagesstätten, von denen heute noch drei in der Idingerstraße angesiedelt sind.1991 begann ihre Arbeit in der Bezirkssozialarbeit für Freiburg-Nord und mit der anderen Hälfte ihres Deputats im Bereich Vormundschaften und Pflegschaften. Es folgte der Aufbau der ersten Beratungs- und Anlaufstelle für ambulante Altenhilfe mit der Evangelischen Sozialstation in Freiburg, die damals noch durch den Geschäftsführer des Diakonischen Werkes vertreten wurde. 1992 zeichnete sich dann mit der Reform des Vormundschaftswesens die Gründung der heutigen Betreuungsvereine ab, und bald darauf wurde auch unser Betreuungsverein als solcher anerkannt. Zusammen mit einem langjährigen Kollegen entwarf Christiane Weiler das noch heute weitgehend praktizierte inhaltliche Konzept für die Arbeit mit ehrenamtlich rechtlich Betreuenden. Im Betreuungsverein des Diakonievereins beim Diakonischen Werk Freiburg e.V. war Frau Weiler dann noch dreißig Jahre tätig. Sie konnte während dieser langen Zeit ihr Engagement und ihren Einsatz für jede:n Betreute:n aufrechterhalten. Für Frau Weiler war „jede Betreuung gleichzeitig ein neuer, ganz eigener Mensch mit seiner prägenden Geschichte und den sozialrechtlich und im persönlichen Umgang individuellen Anforderungen – das kann einfach nicht langweilig werden“, wie sie selbst sagt. Im Jahr 2014 nutzte sie die Gelegenheit, mit einer halben Stelle im betreuten Wohnen des Sozialpsychiatrischen Dienstes mitzuarbeiten. Doch schon 2015 kehrte sie mit vollem Einsatz in den Betreuungsverein zurück, wo sie bis zum Ende ihrer Tätigkeit gerne blieb. In den letzten vierzehn Jahren stand Christiane Weiler ihr Ehemann zur Seite. Heinz Weiler war als Ehrenamtlicher aber auch als geringfügig Beschäftigter im Betreuungsverein tätig. Er selbst betont, dass er die „Vielseitigkeit der Aufgaben, der Einblick in die unterschiedlichsten Lebenssituationen und Milieus und den Kontakt zu vielen Menschen schätzt, besonders auch in Behörden und Einrichtungen. Das macht die Tätigkeit aber nicht nur interessant, sondern auch anspruchsvoll, da man sich immer wieder neues Fachwissen aneignen muss und man die Verantwortung für Menschen hat.“ Auf Wunsch von Ehepaar Weiler wurde der Abschied im eher kleineren Kreis mit den Kolleg:innen aus der Dreisamstraße im Innenhof des Paulussaals gefeiert. Natürlich gab es eine Rede der Geschäftsführerin, Angelika Hägele, in der der lange Weg von Frau Weiler im Diakonischen Werk gewürdigt wurde. Frau Weiler ergänzte und gab auch Anekdoten aus dieser Zeit zum Besten, so dass dieser Rückblick ein informativer und unterhaltsamer Programmteil wurde. Herr und Frau Weiler begeben sich also nun zusammen in den Ruhestand und werden ihre Zeit viel in der Natur genießen. Wir verabschieden uns voller Respekt von diesen beiden Menschen und sind sehr dankbar für die lange Zeit des Einsatzes für das Diakonische Werk und seinen Diakonieverein.